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Raus aus dem Bewerbungs-Dschungel

Step by Step zum Traum-Praktikum

Teil 2 der Praktikumsserie: Es ist 10 Uhr am Morgen, die Sonne blitzt durch die Wolken am Heidelberger Himmel und Nervosität begleitet jeden meiner Schritte. Zum ersten Mal laufe ich die Poststraße entlang, bis die Hausnummer 48 auf mich herunter schaut. Mit dem Summen des Türöffners beginnen die nächsten 30 Minuten. Ich schüttle Hände, führe kurzen Smalltalk, trinke einen Schluck Wasser. Und dann geht es auch schon los: Freundlich aber bestimmt werde ich mit Fragen gelöchert, während ich versuche, die anfängliche Nervosität zu überwinden, mich möglichst entspannt zu präsentieren und durch schlaue Antworten zu glänzen.

Aber zurück auf Anfang. Bevor ich schließlich die Einladung zum Vorstellungsgespräch bei Communication Harmonists erhielt, war es ein langer Weg. Ein Praktikum bedeutet, wie der Name schon impliziert, Praxiserfahrung sammeln und damit Zukunftsluft schnuppern. Dabei ist man Kapitän auf seinem eigenen Schiff und lotst sich durch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Um nicht vom Kurs abzukommen und schließlich ans Ziel zu gelangen, gibt es ein paar Punkte, die jeder Praktikant in spe auf seiner To Do-Liste haben sollte.

Beginnen sollte die Suche nach dem Traum-Praktikum unbedingt mit einer Selbstanalyse. Dabei gilt es, sich gut zu überlegen, welche Bereiche man kennen lernen möchte und welche Arbeitgeber zu einem passen könnten. Auch ich habe über meine Interessen und Kompetenzen nachgedacht und festgestellt, dass mir Freude am Texten, Teamarbeit, Abwechslung im Arbeitsalltag und Spaß an kreativem Denken besonders wichtig sind. Daraufhin beschloss ich, den PR-Alltag kennen zu lernen.

Nur wo? Der wohl mühsamste Schritt ist die Stellensuche. Einen ersten Überblick bieten hier natürlich Jobportale und Unternehmenswebsites im Internet, Social Media, die Printmedien sowie Jobmessen oder Praktikumsbörsen, die an vielen Hochschulen vom Career Service angeboten werden. Speziell für die PR-Branche können zudem Medien wie das PR Magazin, der PR Report oder das PR Journal, sowie das Web mit Seiten wie newsroom.de, kress.de oder dprg.de Informationen bieten. Und last but not least: Networking. Das heißt Kontakte aufbauen, pflegen und nutzen, bei Kommilitonen, Arbeitskollegen und Dozenten nachfragen und vielleicht so den entscheidenden Hinweis erhalten. Auch mich hat das weiter gebracht. Daher geht an dieser Stelle ein besonderer Dank an Barbara Nenner, die meinen Weg schließlich zu Commha gelenkt hat.

Jetzt fehlt noch der vorletzte Step: die Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, beziehungsweise die Initiativbewerbung. Besonders in der PR-Welt gilt hier: Mut zu Kreativität. Auch wenn an einem tabellarischen Lebenslauf sicher nichts auszusetzen ist, sollte zumindest zwischen den Zeilen die kreative Ader aufblitzen – und, falls vorhanden, gerne auch mit Arbeitsproben belegt werden.

Dann heißt es warten. Wohl auch etwas, das man bei der Praktikumssuche lernt. Und idealerweise folgt daraufhin der letzte beeinflussbare Schritt, sprich das Vorstellungsgespräch. Damit wären wir wieder beim Anfang, meinem ersten Gang durch die Poststraße.

Einige Wochen später zeigte sich schließlich: Das Warten hat sich gelohnt. Müsste ich nun meinen morgendlichen Weg beschreiben, erwartet mich freudig die Hausnummer 48, ein Schlüssel ersetzt das Summen des Türöffners und viele neue Kollegen ermöglichen das, was ich mir erhofft hatte: den Blick in die PR-Welt. Wie dieser Einblick aussieht? Darüber berichte ich in meinem nächsten Blogpost…