Case

Her mit den Werten

Ein Kompass lotst jeden Wanderer durch unbekanntes Terrain – vorausgesetzt, der Abenteurer hat ihn dabei, also vor seiner Reise besorgt oder irgendwo hervorgeholt. Mit Werten verhält es sich ähnlich: Sie helfen Individuen und Organisationen durchs Leben – sofern sie vorliegen, d.h. einmal bestimmt oder zumindest nachgeschärft wurden. Dabei ist es gar nicht so einfach, die eigenen Werte klar zu umreißen. Da hilft oft der Blick von Dritten, die nicht „betriebsblind“ sind und einen unterstützen, den Kompass zu entstauben oder eben ganz neu zu entwerfen.


Genau das haben wir 2019 mit einem Maschinenbauer unternommen: In einem zweimonatigen Projekt haben wir uns gemeinsam den Werten der deutschen Standorte genähert. Die moralischen Leitplanken waren vor langer Zeit einmal von der Geschäftsführung festgelegt worden, um die Unternehmensstrategie zu stützen. Jetzt sollte es darum gehen, die Werte mit kritischem Blick zu überprüfen und vor allem: von den Mitarbeitern selbst neu finden und formulieren zu lassen. Mit den Teilnehmern identifizierten wir in einer vierstufigen Workshopreihe die Themen, die die Mitarbeitenden in Deutschland bewegten, klärten das Wesen von Werten allgemein, sahen uns die Strategie genauer an und glichen die Fundstücke damit ab. So entwickelten wir schrittweise fünf Kernwerte. An dem partizipativen Modell beteiligte sich die Geschäftsführung des Unternehmens genauso wie Auszubildende, Facharbeiter, Vertriebsleitung oder Kommunikation – ein bunter (und repräsentativer) Querschnitt durch die Belegschaft also, denn diese muss die Werte letztlich mit Leben füllen. Ein äußerst spannendes Projekt – für uns und den Kunden!